Ein Leben zwischen Wasser und Land – die Vorschule holte sich das Wunder Natur ins „Klassenzimmer“

Ein Leben zwischen Wasser und Land – die Vorschule holte sich das Wunder Natur ins „Klassenzimmer“

Am Montag 20. März 2017, unserem Waldtag, fuhren wir zu einem Teich in der Stadt Zürich, um unsere neuen Haustiere abzuholen. Wir hatten uns zuvor bereits mit den speziellen Tieren beschäftigt und wussten, wo wir sie finden würden und was sie bei uns im Kindergarten brauchen, um sich wohl zu fühlen.

So fand ein kleiner Froschlaichklumpen ein neues Zuhause in einem vorbereiteten Aquarium bei uns in der Vorschule. Die Metamorphose ist ein sehr spannendes Ereignis in der Natur und wir konnten dieses bei uns in der Vorschule LIVE beobachten. Wir durften erleben, wie die Kaulquappen aus ihren Eiern schlüpften und täglich grösser wurden. Wir fütterten sie artgerecht und pflegten das Aquarium, damit sie sich wohl fühlten.

Irgendwann veränderte sich die Farbe der Tiere und kurz darauf waren die ersten Hinterbeine zu erkennen. Keine Woche später waren dann auch die Vorderbeine zu sehen, was bedeutete, dass den Tieren der Umzug vom Aquarium ins Terrarium bevorstand. Die jungen Frösche bauten ihren Kaulquappen-Schwanz ab und bekamen dann von uns Fruchtfliegen gefüttert. Auch wenn die Frösche Supertalente im Verstecken sind, konnten wir amüsiert zu schauen, wie sie ihr Futter fingen.

Wir behielten die Frösche einige Tage bei uns im Kindergarten und brachten sie dann an ihren „Heimteich“ zurĂĽck.

Die Verwandlung vom Laich – zur Kaulquappe – zum Frosch dauerte genau 35 Tage. Wir hielten jede Veränderung der Tiere fotografisch fest und protokollierten sie auf einem Plakat. Wir ĂĽberlegten uns, was wir ĂĽber diese Tiere erfahren möchten und schlossen Schrittweise die WissenslĂĽcken. Wir bastelten die unterschiedlichsten Frösche und betrachteten Frösche im Zoologischen Museum. Das Thema wurde in unseren Turnstunden sowie in Versen und Liedern aufgenommen.

Während der ganzen Zeit begleiteten uns die Kurzgeschichten von Frosch und Kröte. Ihre Geschichten erfreuten Jung und Alt und bereicherten die Vertiefung zum Thema Frosch sehr.

In der Schweiz leben 20 Amphibienarten in Flach- und Hochmooren, Weihern, Bächen oder Tümpeln. 14 davon stehen auf der roten Liste der gefährdeten Amphibienarten. Es ist daher gesetzlich nicht erlaubt, Amphibien zu fangen, zu halten, zu töten oder ihren Lebensraum zu gefährden.

In der Stadt ZĂĽrich ist es uns als vom Volksschulamt anerkannter Kindergarten erlaubt, unter BerĂĽcksichtigung einiger Richtlinien, eine kleine Menge Laich zu Forschungszwecken ins Klassenzimmer zu holen. Die Arten sind vorgeschrieben und ein vorbereitetes und bedachtes Vorgehen ist Voraussetzung.